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Physiotherapeut*innenKrall Beatrix




Publikationen von Beatrix Krall, MSc


Publikation ♦ Fachartikel
Erschienen in: Praxiszeitung - Praxiszentrum Hinterbrühl
Eigenverlag. 2371 Hinterbrühl, 2014
Beatrix Krall MSc

Titel deutsch
Osteopathie im Bereich der Gynäkologie und Urologie

Autor*in
Beatrix Krall MSc

veröffentlicht in
Fachzeitschrift

Titel der Fachzeitschrift
Praxiszeitung - Praxiszentrum Hinterbrühl

Verlag
Eigenverlag

Ort
2371 Hinterbrühl

Jahr
2014

Abstract deutsch
Osteopathie im Bereich der Gynäkologie und Urologie

Factbox
Die Osteopathie in der Gynäkologie und Urologie umfasst folgende Bereiche:
• Strukturelle Osteopathie (sie umfasst die Mobilität des Bewegungsapparates)
• Viscerale Osteopathie (sie umfasst die Mobilität der Inneren Organe)
• Cranio-Sacrale Osteopathie (sie umfasst die Mobilität des Nervensystems und aller dazugehöriger Strukturen)

Grundsätzlich handelt es sich bei der Osteopathie um eine ganzheitliche Behandlungsmethode, welche nur von Ärzten und Physiotherapeuten, mit abgeschlossener 6jähriger Zusatzausbildung, ausgeübt werden darf. Im Speziellen möchte ich Ihnen in diesem Artikel die therapeutischen Möglichkeiten der Osteopathie im Bereich der Gynäkologie und Urologie vorstellen. So zählen chronische Harnwegsinfekte, immer wiederkehrende Scheideninfektionen und Harninkontinenz (z.B.: Verlust von Urin beim Husten, Laufen, Hüpfen) zu den häufigsten Problemen, deretwegen Frauen den Gynäkologen bzw. Urologen aufsuchen. Bei beiden erstgenannten Beschwerdebildern berichten Patienten des Öfteren zusätzlich von einem Kältegefühl im kleinen Becken und / oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. In der osteopathischen Befundaufnahme finden sich nicht selten Bewegungseinschränkungen im Bereich der Hüftgelenke, der Kreuzbein – Steißbeinregion, im Bereich der Lendenwirbelsäule, aber auch eine verminderte Mobilität von Uterus, Eierstöcken, Blase und angrenzender Darmabschnitte. Des Weiteren besteht eine hohe Korrelation zwischen Kreuzschmerzen und Mobilitätseinschränkungen oben genannter Organe, sodass diese sich erst dauerhaft vermindern lassen, wenn in die Therapie auch Techniken aus der visceralen Osteopathie mit einfließen (z.B.: zur Verbesserung der Beweglichkeit von Uterus, Enddarm etc.). Auch bei einer vorhandenen Endometriose kommt es zu unklaren Unterbauchschmerzen, Kreuzschmerzen, welche immer in bestimmten Abständen auftreten. Die Endometriose kann nicht direkt osteopathisch beeinflusst werden, allerdings kommt es durch die wiederkehrenden Entzündungen zu Verklebungen in den angrenzenden Geweben, welche ihrerseits zu sekundären Beschwerden führen. Diese sekundären Beschwerden können osteopathisch beeinflusst werden, wodurch sich die Lebensqualität betroffener Frauen verbessern kann.
Bei der Harninkontinenz muss zwischen drei Formen unterschieden werden, der so genannten Stressinkontinenz (z.B.: Verlust von Harn beim Husten etc.), der Urgeinkontinenz (Dranginkontinenz) und einer Mischformen aus Stress- & Urgeinkontinenz. Auch hierbei finden sich in der osteopathischen Befundaufnahme Bewegungseinschränkungen oben genannter Strukturen (z.B.: Hüftgelenke, Lendenwirbelsäule, Uterus, Blase etc). Als Ursache für die Stressinkontinenz wird ein zu schwacher Beckenboden, d.h. zu schwache Beckenbodenmuskeln verantwortlich gemacht. Betroffene Frauen berichten davon, dass Sie Übungen zum Training für die Beckenbodenmuskulatur durchgeführt haben, welche aber nur eine geringe Verbesserung der Beschwerden zur Folge hatten. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass für das effiziente Training von Muskeln weder Schmerzen noch Bewegungseinschränkungen in den beteiligten Gelenken vorhanden sein dürfen. Denn falls Schmerzen, Achsenfehlstellungen, Bewegungseinschränkungen vorhanden sind, kann ein noch so effizientes Training nur bedingt zum Erfolg führen. So kann z.B.: bei bestehenden Knieschmerzen und / oder Bewegungseinschränkungen im Kniegelenk, ohne vorhergehende Behandlung dieser, die vordere Oberschenkelmuskulatur nicht effizient trainiert werden. Das Gleiche gilt für den Beckeboden, d.h. Schmerzen, Narben im Bereich der Beckenbodens z.B.: nach einem Dammschnitt, eine verminderte Beweglichkeit des Kreuzbeines, der Hüftgelenke etc., lassen kein effizientes Training zu bzw. es kommt trotz Trainings zu keinem ausreichenden Kraftzuwachs in der Beckenbodenmuskulatur. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es für die Eingangs beschriebenen Krankheitsbilder einer genauen osteopathische Befundaufnahme bedürfen, damit die Ursachen für die Beschwerden lokalisiert werden können. Häufig findet sich eine verminderte Beweglichkeit in den schon genannten Strukturen (z.B.: Hüftgelenke, Wirbelsäule, Kreuzbeinregion, Organen des kleinen Beckens etc.), welche mit Hilfe osteopathischer Behandlungstechniken, aus der strukturellen, visceralen und craniosacralen Osteopathie, wieder hergestellt werden können und somit längerfristig zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen.


Indikationen
• Chronische Harnwegsinfekte
• Wiederkehrende Scheideninfektionen
• Harninkontinenz
• Schmerzen im Unterbauch unklarer Ursache
• Endometriose
• Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Voraussetzung: vorhergegangen Abklärung der Beschwerden durch einen Arzt!


Beatrix Krall MSc Praxiszentrum Hinterbrühl
Diplomosteopath und Physiotherapeut Hauptstr. 70b/ 2371 Hinterbrühl








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